Medizinische Versorgung

Hausärztliche Versorgung

Patienten mit Verdacht auf eine demenzielle Erkrankung sollten zunächst
von ihrem Hausarzt untersucht werden. Ihm stehen verschiedene Möglichkeiten
der Diagnostik zur Verfügung.
Er kann auf Grund der Anamnese, Fremdanamnese und einer umfassenden
körperlichen Untersuchung feststellen, ob internistische Erkrankungen,
Störungen der Sinnesfunktionen (z.B. Sehschwäche, Schwerhörigkeit) oder
eine Unter- bzw. Fehlernährung vorliegen. Der Hausarzt wird sich nach
dem allgemeinen Befinden des Patienten erkundigen, eventuelle Medikamentennebenwirkungen,
depressive Symptome, Verhaltensstörungen,
Beziehungsprobleme oder Ängste erfassen.
Persönliche Kenntnis des Patienten erlauben ihm oft frühzeitig das Erkennen
psychischer oder sozialer Veränderungen. Zur weiteren Diagnostik
wird er eine erste neuropsychologische Screening-Untersuchung mittels
sogenannter psychometrischer Testverfahren (MMST, DemTect, Uhrentest)
vornehmen. Durchführungen von Laboruntersuchungen erlauben eine
weitere Differenzierung, es können entzündliche Erkrankungen, Störungen
des Salzhaushaltes sowie des Zuckerstoffwechsels, Leber- oder Nierenkrankheiten,
Schilddrüsenerkrankungen sowie Vitaminmangelzustände
(v.a. Vitamin B12 und Folsäure) erfasst werden.
Die Ableitung eines EKG und Durchführung einer Lungenventilationsprüfung
ergeben Aufschluss über mögliche bestehende Erkrankungen des
Herzens und der Atmungsorgane. Zum Ausschluss krankhafter Hirnveränderungen
sollte einmalig eine Magnetresonanztomographie (MRT) des
Schädels durchgeführt werden.