Ernährung bei Demenz

 

Für Demenzkranke gelten die gleichen Ernährungsgrundsätze, wie für alle
anderen älteren Menschen. Eine ausreichende Nahrungs- und Flüssigkeitszufuhr
muss gesichert sein, damit das gesamte Lebensgefühl durch eine
wohlschmeckende Energiezufuhr positiv beeinflusst wird.
Normalerweise sinkt der Energiebedarf im Alter. Hunger- und Durstgefühl
sowie der Appetit lassen nach. Die gesunden Nahrungsmittel wie Vollkornprodukte,
Obst und Gemüse werden vernachlässigt.
Bei der Demenzerkrankung ist zu berücksichtigen, dass hier in der Regel
eine Erhöhung des Energieumsatzes vorliegt. Durch Unruhe, häufige
Bewegung, Stress und einige andere Faktoren wird der Grundumsatz
gesteigert.

 

 

Tipps für eine verbesserte Nahrungsaufnahme:

 

  • Eine freundliche Gesellschaft regt an und kann die Essmenge erhöhen
  • Zeit, Ruhe und Gelassenheit
  • Ein bunt gedeckter Tisch
  • Gute Beleuchtung
  • Speisen erkennbar zubereiten
  • Regionale Speisen anbieten
  • Die Möglichkeit zur Selbstbedienung schaffen
  • Mit Düften den Appetit wecken
  • Die Speisen mit Gewürzen und frischen Kräutern würzen
  • Viele Süßspeisen anbieten

 

 

 

Trotz aller Schwierigkeiten sollten Demenzkranke solange
wie möglich beim selbständigen Essen unterstützt werden

 

  • Fingerfood anbieten
  • Mehrere Haltestellen anbieten, auf denen Teller/Schüsseln stehen können
  • Plätze auswählen, die vom Pflegepersonal gut eingesehen werden können (Kontrolle der Nahrungsaufnahme)
  • Angebote auch außerhalb der üblichen Essenszeiten

 

 

Unter anderem sollte man das Trinken nicht vernachlässigen. Ausreichende
Flüssigkeitszufuhr im Alter ist ein generelles Problem. Ein Flüssigkeitsmangel
kann u. a. auch zu einer akuten Verwirrtheit bzw. zur Verschlechterung
einer bestehenden Demenz führen.