REALITÄTSORIENTIERUNGSTRAINING

Das Realitätsorientierungstraining (ROT) ist nur in einem frühen Demenzstadium
anwendbar. Ziel des Realitätsorientierungstraining ist es, verloren
gegangene Bezüge und Informationen zur Wirklichkeit zu vermitteln und
dadurch zu Sicherheit und Orientierung zu verhelfen. ROT wird als so
genanntes 24-Stunden-ROT, d.h. begleitend im täglichen Kontakt, oder als
Gruppen-ROT, d.h. mit gezielten Übungen und Gesprächen in Kleingruppen
bis zu maximal fünf Personen, durchgeführt.

 

Aspekte:

 

  • Vermitteln von Realitätsbezügen zur eigenen Person, zu Personen im Umfeld,  zur Zeit – Uhrzeit, Wochentag, zum Aufenthaltsort, zur örtlichen Umgebung, zu kommenden Ereignissen im Tagesablauf, zurückliegenden Ereignissen im Tagesablauf, auf längere Zeit zurückliegenden Ereignissen.
  • Korrigieren von Fehlwahrnehmungen
  • Begleitendes Sprechen und Erklären von Handlungen (z.B. bei  Pflegeverrichtungen)


Durchführen von Übungsaufgaben, die auf Wahrnehmung, Gedächtnis,
Aufmerksamkeit und Konzentration zielen.
Beschäftigung mit dem Zeitgeschehen (Politik, Sportereignisse etc.)

Bei Anwendungen des ROT wird versucht, Übungen so zu gestalten, dass sie
einen direkten Bezug zur Lebenswelt oder Biografie des Kranken haben. Es
wird darauf geachtet, dass kleine, vom Kranken prinzipiell lösbare Aufgaben
gestellt werden, dass ausreichend Lob und Anerkennung vermittelt wird und
dass die notwendigen Korrekturen einfühlsam und so unauffällig wie möglich
gegeben werden.